Wie entwickeln sich PNA-Systeme 2025?

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Zusammenfassung

KI, Indoor-Ortung, neue Trageformen, Verknüpfung mit anderen vernetzten Werkzeugen: Die PNA von 2025 ähneln denen von vor fünf Jahren kaum noch. Was sich wirklich verändert hat und was sich noch entwickeln wird.

Im Fokus: Systeme für den Alleinarbeiterschutz und die Auswirkungen der Indoor-Ortung.

 

Einführung: die Entwicklung von PNA-Systemen

 

Die Unfallstatistiken erinnern uns regelmäßig daran, wie wichtig die Sicherheit der Beschäftigten für Organisationen aller Branchen ist. Während persönliche Schutzausrüstungen (PSA) ständig besser werden (Helme, Schutzbrillen, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Absturzsicherungen …), werden Systeme für den Alleinarbeiterschutz zunehmend nicht mehr nur für tatsächlich allein arbeitende Personen (außer Sicht- oder Hörweite) eingesetzt, sondern für alle Beschäftigten in riskanten Umgebungen.

 

Die PNA (Personen-Notsignal-Anlage) ist zu einem unverzichtbaren Werkzeug der Arbeitssicherheit geworden, insbesondere in den meisten Industriezweigen. In diesem Artikel betrachten wir die Bedeutung von PNA-Systemen, ihre klassischen Funktionen und die jüngsten Fortschritte, vor allem die Integration von Ortungstechnologien für Innenräume.

 

 

PNA-Geräte für den Alleinarbeiterschutz verstehen

 

PNA-Systeme sind umfassende Sicherheitslösungen, die Beschäftigte in abgelegenen, gefährlichen oder potenziell riskanten Umgebungen überwachen und schützen. Sie umfassen verschiedene Hardware, Software und Kommunikationsprotokolle, um mögliche Risiken zu verringern und im Notfall schnell zu reagieren. Die wichtigsten klassischen Funktionen von PNA-Systemen:

 

 

Manuelle oder automatische Notalarme

 

Bei einem Unfall, einem Schwächeanfall oder einem anderen Notfall können Alleinarbeiter Alarme über spezielle „Paniktasten“ oder über automatische Erkennungsmechanismen im System (Sturz- oder Bewegungslosigkeitserkennung) auslösen.

 

 

Bidirektionale Kommunikation

 

PNA-Systeme verfügen entweder über eigene Kommunikationsfunktionen (Telefone oder Funkgeräte mit integrierter PNA-Funktion) oder sind mit solchen Kommunikationsmitteln verbunden. Im Zeitalter von 4G und inzwischen 5G ermöglichen gute Netzabdeckung und hohe Bandbreite eine reibungslose Interaktion zwischen Beschäftigten und Überwachungszentralen oder benannten Vorgesetzten. So ist bei Bedarf schnelle Hilfe möglich, und auch Eskalationsverfahren bei ausbleibender Antwort lassen sich konfigurieren.

 

 

Echtzeit-Ortung

 

PNA-Systeme nutzen verschiedene Überwachungs- und Ortungsmechanismen, etwa GPS-Ortung oder Inertialsysteme wie das PNA-System von Sysnav. So kann ein Beschäftigter in Not schnell versorgt werden, wenn ein Alarm ausgelöst oder eine ungewöhnliche Situation erkannt wird (Bewegungslosigkeit, Verbindungsverlust, Überschreitung eines Zeitfensters …). All das schützt Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei möglichst geringem Eingriff.

 

 

Protokolle und Nachverfolgbarkeit

 

Die Ereignisprotokolle und detaillierten Berichte der PNA-Systeme helfen Organisationen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen, Vorfälle nachträglich zu analysieren und ihre Sicherheitsprotokolle kontinuierlich zu verbessern.

 

 

Warum sollten Unternehmen ihre Beschäftigten mit PNA-Systemen ausstatten?

 

Neben der moralischen Pflicht, Sicherheit und Wohlbefinden der Beschäftigten zu gewährleisten, gibt es gesetzliche Pflichten, die Unternehmen einhalten müssen, verbunden mit der Sorgfaltspflicht („duty of care“). Gesetze und Vorschriften unterscheiden sich von Land zu Land, doch in vielen Regionen sind Arbeitgeber rechtlich für die Sicherheit ihrer Beschäftigten verantwortlich, auch derjenigen, die allein oder isoliert arbeiten.

 

In Frankreich legt das Arbeitsgesetzbuch sinngemäß fest: „Der Arbeitgeber trifft die notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit zu gewährleisten und die körperliche und geistige Gesundheit der Beschäftigten zu schützen“ (L.4121-1). Ein Dekret von 2008 präzisiert: „Ein Alleinarbeiter muss jede Notlage melden können und so schnell wie möglich Hilfe erhalten“ (R.4543-19).

 

Wer seine Beschäftigten nicht angemessen schützt, riskiert schwere rechtliche Folgen, insbesondere zivil- und strafrechtliche Haftung bei Unfällen. Mit PNA-Systemen zeigen Organisationen, dass sie ihre gesetzlichen Pflichten ernst nehmen, die Vorschriften einhalten und Risiken verringern, und schützen so ihre Beschäftigten ebenso wie ihre eigene Haftung und die ihrer Führungskräfte.

 

 

Die Entwicklung der PNA-Systeme

 

Im Laufe der Jahre haben sich Systeme für den Alleinarbeiterschutz weiterentwickelt, um veränderten Arbeitskontexten gerecht zu werden und die Digitalisierung der Unternehmen zu begleiten. Zu den bemerkenswerten Fortschritten gehören:

 

 

Miniaturisierung und Integration in verschiedene Formfaktoren

 

Manche PNA-Systeme gibt es als Smartwatches, kommunizierende Ausweise, Smartphone-Apps oder integriert in Westen und andere multifunktionale PSA, was den Trägern mehr Mobilität und Komfort bietet.

 

 

Bessere Datenanalyse

 

Fortschrittliche Datenanalysealgorithmen ermöglichen es PNA-Systemen, Sensordaten in Echtzeit zu verarbeiten, was prädiktive Analysen, Anomalieerkennung und proaktives Risikomanagement erleichtert.

 

 

SaaS-Plattformen und Software

 

Cloudbasierte Managementplattformen für PNA-Systeme bieten Skalierbarkeit, Flexibilität und Zugänglichkeit. Unternehmen können die Überwachung zentralisieren oder sogar gemeinsam nutzen, die IT-Administration vereinfachen und die Integration in andere Komponenten ihres Informationssystems sicherstellen.

 

 

Integration mit IoT und KI

 

Die Integration von Geräten des Internets der Dinge (IoT) und von Algorithmen der künstlichen Intelligenz (KI) kann es PNA-Systemen ermöglichen, Kontextdaten, Umgebungssensoren und prädiktive Modelle für eine genauere Risikobewertung und eine optimierte Reaktion zu nutzen.

 

 

Indoor-Ortung: eine kleine Revolution für PNA-Systeme

 

Eine der wichtigsten jüngeren Entwicklungen von PNA-Systemen ist die Integration von Ortungstechnologie für Innenräume. GPS-Chips liefern im offenen Gelände eine zufriedenstellende Ortung, sind aber in der Nähe von Gebäuden oft unzuverlässig, erst recht bei hohen oder dicht beieinander stehenden Gebäuden. Und sie können einen Beschäftigten in Innenräumen, wo GPS-Signale schwach oder nicht verfügbar sind, überhaupt nicht zuverlässig orten.

 

Die Indoor-Ortung behebt diese Schwäche mit einer Reihe möglicher Technologien wie WLAN, Bluetooth Low Energy (BLE), Ultra Wide Band (UWB), RFID oder Inertialsensorik. Die erreichte Genauigkeit hängt von den eingesetzten Technologien und ihrer Umsetzung ab.

 

 

Die Vorteile der Indoor-Ortung für die Arbeitssicherheit

 

Präzise zweidimensionale Ortung auf einem Plan

 

Die Position wird in der Regel mit den Plänen des Standorts abgeglichen, sodass man erfährt, in welchem Gebäude oder sogar in welchem Raum sich jemand befindet, in manchen Fällen auf weniger als einen Meter genau.

 

 

Dreidimensionale Ortung (Stockwerk und Höhe)

 

Manche Technologien liefern auch eine vertikale Position, sodass der Träger in komplexen Infrastrukturen (Stahlkonstruktionen, Laufstege, Leitern) auf einem bestimmten Stockwerk oder in einer bestimmten Höhe verortet werden kann. Das gilt auch für Untergeschosse. Diese Information kann bei einem Einsatz in einem hohen Bauwerk entscheidend sein.

 

 

Schnellere Rettungseinsätze

 

Durch die präzise Ortung in Gebäuden beschleunigen PNA-Systeme mit Indoor-Ortung das Eintreffen der Rettungskräfte beim Opfer, was manchmal über Leben und Tod entscheidet (Herzanfall, Blutung usw.).

 

 

Verwaltung von Ressourcen und Material

 

Über den Ernstfall hinaus erleichtert die Indoor-Ortung die effiziente Verwaltung von Gütern und Ressourcen in den Anlagen: Anwesenheiten erfassen, Einsatzkräfte leiten oder die Suchzeit für mobiles Material verkürzen. Das verbessert Effizienz und Sicherheit.

 

 

Geofencing und Alarme für Risikobereiche

 

Mit der Indoor-Ortung lassen sich in Gebäuden virtuelle Grenzen („Geofences“) festlegen, etwa um einen vorübergehend gesperrten Bereich zu überwachen oder den Zugang auf bestimmte berechtigte Personalgruppen zu beschränken. Die Überwachung kann dann Alarme oder Benachrichtigungen erzeugen, wenn Beschäftigte bestimmte Bereiche betreten oder verlassen, was Lagebewusstsein und Sicherheit verbessert.

 

 

Herausforderungen beim Aufbau einer Indoor-Ortungsinfrastruktur

 

Der Aufbau einer Indoor-Ortungsinfrastruktur bringt besondere Herausforderungen mit sich. Anders als GPS, das auf im Freien leicht verfügbare Satellitensignale zurückgreift, erfordern Indoor-Technologien meist eine eigene Infrastruktur in den Gebäuden. Das verlangt sorgfältige Planung, Standortanalysen und die Installation von Baken, Ankern oder anderen Hardwarekomponenten für optimale Abdeckung und Genauigkeit. Baken und Anker müssen mit Strom versorgt, gewartet und teils auch ans Netz angeschlossen werden.

 

Zudem können Gebäudeaufbau, Materialien, Störungen durch elektronische Geräte und Signaldämpfung die Leistung mancher Indoor-Technologien stark beeinträchtigen. Um diese Herausforderungen zu meistern, braucht es manchmal Kompetenz in der Signalverarbeitung sowie ergänzende drahtlose Kommunikationsmittel.

 

Die Indoor-/Outdoor-Ortung von PNA-Systemen kann sich dabei sinnvoll auf private 4G- oder 5G-Netze stützen. Da der Standortbetreiber sie selbst kontrolliert, gewährleisten sie eine lückenlose Abdeckung (innen und außen), maximale Verfügbarkeit und, im Fall von 5G, ein hohes Maß an Cybersicherheit und Datenschutz.

 

 

Umgang mit Datenschutzbedenken: Vorbehalte der Beschäftigten gegenüber der Ortungsfunktion von PNA-Systemen

 

Trotz der unbestreitbaren Sicherheitsvorteile von Systemen für den Alleinarbeiterschutz können manche Beschäftigte Bedenken wegen der damit verbundenen Ortungsmöglichkeiten haben. Die Angst vor Überwachung und Eingriffen in die Privatsphäre ist verständlich, denn Beschäftigte können die technische Möglichkeit ständiger Überwachung am Arbeitsplatz als Einschränkung ihrer Autonomie und persönlichen Freiheit empfinden. Das kann Misstrauen und Vorbehalte wecken, die meist über die Arbeitnehmervertretung geäußert werden, mitunter aber auch schon bei den ersten Tests von den Beschäftigten, die an der Bewertung solcher Systeme beteiligt sind.

 

Um diesen Bedenken zu begegnen, sollten Arbeitgeber möglichst transparent kommunizieren, dass PNA-Systeme mit Ortung in erster Linie der Sicherheit dienen und nicht der Kontrolle von Leistung oder Verhalten. Klare Nutzungsregeln (streng begrenzter Zugriff auf Ortungsdaten für befugte Personen, Vertraulichkeit dieser Daten, festgelegte Anwendungsfälle wie Alarmauslösung, Evakuierung oder Übungen) sowie die gesetzlichen Grenzen der Aufbewahrungsdauer helfen, die Vorbehalte abzubauen und das Vertrauen in das Engagement der Organisation für ihre Sicherheit unter Achtung der Privatsphäre zu stärken.

 

 

Fazit zur Entwicklung von PNA-Systemen

 

Da Unternehmen Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten zunehmend Priorität einräumen, bleibt die Weiterentwicklung von PNA-Systemen entscheidend. Die Integration der Indoor-Ortung ist ein großer Fortschritt, der die Möglichkeiten des Alleinarbeiterschutzes erweitert, um die Überwachung und den Schutz von Personen in Innenräumen wirksam zu gewährleisten.

 

Der Aufbau einer Indoor-Ortungsinfrastruktur bringt jedoch besondere Herausforderungen mit sich und erfordert Planung sowie Know-how in Telekommunikation und IT. Zudem ist es wichtig, die berechtigten Datenschutz- und Überwachungsbedenken der Beschäftigten anzuerkennen und aufzugreifen. Transparente Kommunikation, klare Regeln und der Fokus auf ihre Sicherheit können diese Vorbehalte abbauen und das Vertrauen in der Belegschaft stärken, insbesondere bei Praxistests, in denen alle den Zeitgewinn bei der Versorgung im Ernstfall selbst erleben.

 

Wer diese Innovationen nutzt, die Herausforderungen des Aufbaus meistert und die Privatsphäre respektiert, kann seine Beschäftigten, ob allein arbeitend oder nicht, immer besser schützen und eine Kultur der Sicherheit, des Vertrauens und der Resilienz am Arbeitsplatz fördern.

 

 

Weitere Informationen zum PNA-System von SYSNAV

 

Weitere Informationen zum PNA-System von SYSNAV finden Sie auf unserer Lösungsseite.

 

 

Weitere Informationen zu Alleinarbeit und PNA-Systemen:

 

– PNA und Prävention

– PNA, Personen-Notsignal-Anlage oder Totmannmelder: Was ist das? Wie wählt man aus?

– Alleinarbeit: die Rechtslage

– Arbeitssicherheit: der Schutz von Alleinarbeitern

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FAQ

Was ist eine PNA (Personen-Notsignal-Anlage)?

Die PNA ist ein System zum Schutz von Alleinarbeitern. Sie ermöglicht die Erkennung eines Vorfalls, entweder willentlich (SOS-Taste) oder unwillentlich (automatische Sturz- oder Bewegungslosigkeitserkennung durch Sensoren).

Alleinarbeiter mit PNA-Systemen auszustatten, ist an sich keine gesetzliche Pflicht. Der Schutz von Alleinarbeitern ist jedoch eine Pflicht des Arbeitgebers. Zudem betont die Rechtsprechung, dass Arbeitgeber die notwendigen Protokolle und Systeme zum Schutz von Alleinarbeitern einführen müssen, um die Vorschriften einzuhalten.

Bei der Wahl eines PNA-Systems gibt es mehrere Kriterien. Sie hängen von der Art der Tätigkeiten der Beschäftigten, der Beschaffenheit des Standorts, an dem sie arbeiten, sowie von der Branche des Unternehmens ab. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören:
  • Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit
  • Verfügbare Kommunikationsnetze, Funklöcher
  • Größe des Standorts
  • Vorhandensein von Untergeschossen oder Innenbereichen
  • Spezifische Normen für die Tätigkeiten am Standort (ATEX, IP usw.)
  • Alarmkriterien
  • Ortungsbedarf bei erkanntem Vorfall
  • usw.

Der Preis einer PNA liegt zwischen 50 € und über 1.200 € pro Jahr. Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab: mobiler Mitarbeiter oder fester Standort, Größe des Standorts, erweiterte Funktionen oder nicht, ATEX-Norm oder nicht, spezifische IP-Normen. Für weitere Informationen oder ein individuelles Angebot füllen Sie bitte das Angebotsformular aus.
Bei Sysnav erstellen wir stets ein individuelles Angebot, um Ihnen eine passende Lösung anzubieten. Denn wir begleiten unsere Kunden und passen die Lösung an ihre Tätigkeit an.