Startseite Alleinarbeiterschutz im Transport- und Logistiksektor
Die Alleinarbeit von LKW-Fahrern, Kurierfahrern und Beschäftigten im Transport- und Logistikbereich stellt ein Sicherheitsrisiko dar, das Arbeitgeber berücksichtigen müssen. Fahrer sind während ihrer Touren häufig allein unterwegs, während auch Mitarbeiter in Lagerhallen und Logistikzentren regelmäßig ohne direkte Aufsicht arbeiten. Eine geeignete Personen-Notsignal-Anlage (PNA) für Transport und Logistik und ein umfassendes Präventionskonzept sind wichtige Bestandteile des Arbeitsschutzes.
Alleinarbeitern in Transport und Logistik mehr Sicherheit bieten
Sicherheitsfragen im Straßentransport sind von besonderer Bedeutung.
2024 wurden in Deutschland im Zuständigkeitsbereich der BG Verkehr 59.856 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert. Das entspricht 33,62 Arbeitsunfällen je 1.000 Vollarbeiter – deutlich mehr als der Durchschnitt der gewerblichen Wirtschaft mit 20,24 Unfällen je 1.000 Vollzeitäquivalenten.[
Diese Zahlen lassen sich unter anderem durch die besonderen Arbeitsbedingungen in der Branche erklären: Unregelmäßige Arbeitszeiten und lange Fahrstrecken fördern Müdigkeit und erhöhen das Risiko von Verkehrsunfällen oder gesundheitlichen Notfällen. Körperliche Belastungen können zudem zu Muskel-Skelett-Erkrankungen führen. Alleinarbeit erhöht außerdem das Risiko von Übergriffen und Diebstahl, während mechanische oder chemische Gefahren die Unfallgefahr zusätzlich verstärken.
59 856
meldepflichtige Arbeitsunfälle im Jahr 2024
33.62
Arbeitsunfällen je 1.000 Vollarbeiter im Jahr 2024
Welche Risiken bestehen für Kraftwagenfahrer?
Berufskraftfahrer sind bei ihrer täglichen Arbeit zahlreichen Risiken ausgesetzt. Einige davon sind typisch für die Branche, etwa das Risiko von Verkehrsunfällen. Andere werden durch die Alleinarbeit verstärkt, beispielsweise gesundheitliche Notfälle wie Kreislaufprobleme oder ein Schlaganfall.
Gesundheitsrisiken
Für alleinarbeitendes Personal können gesundheitliche Risiken besonders schwerwiegend sein, da im Notfall Hilfe möglicherweise zu spät eintrifft. Ein Schlaganfall oder Herzstillstand während der Fahrt stellt zudem eine Gefahr für andere dar, da der Fahrer das Bewusstsein verlieren und dadurch einen Verkehrsunfall verursachen kann.
Wird kein Alarm ausgelöst und kann die betroffene Person selbst keinen Notruf absetzen, kann sich die Reaktionszeit der Rettungskräfte erheblich verlängern. Gerade bei einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder einer starken Blutung zählt jede Minute.
Unfallrisiken im Straßenverkehr
Zu den größten Gefahren im Transport- und Logistikbereich gehört das Risiko von Verkehrsunfällen. Auf wenig befahrenen Straßen oder in abgelegenen Regionen kann es dauern, bis ein Notfall von Außenstehenden erkannt wird. Im Notfall ist keine schnelle Versorgung gewährleistet und das Eintreffen der Rettungskräfte verzögert sich.
Risiken durch Übergriffe
Auch das Risiko von Übergriffen und Diebstahl besteht für Mitarbeiter im Transportwesen. Je nach Art der Ladung kann dieses Risiko sogar höher sein. Werden besonders wertvolle Waren transportiert, können Täter angezogen werden und die Gefahr eines Überfalls erhöht sich.
Umso wichtiger ist es, dass Fahrer in einer solchen Situation schnell Hilfe anfordern können. Ein händisch ausgelöstes Notfallsignal über einen SOS-Knopf kann in solchen Situationen entscheidend sein. Dabei geht es nicht nur darum, Mitarbeiter im Notfall zu schützen, sondern ihnen auch ein sicheres und beruhigendes Arbeitsumfeld zu bieten.
Psychische Belastungen
Alleinarbeit kann eine erhebliche psychische Belastung darstellen und sich negativ auf das Wohlbefinden der Beschäftigten auswirken. Bei Berufskraftfahrern kann diese Belastung durch die Sorge vor Übergriffen und anderen Gefahren zusätzlich verstärkt werden.
Gesundheitsrisiken
Für diese Arbeitnehmer sind die Gesundheitsrisiken größer, da Alleinarbeit im Falle eines Zwischenfalls oft eine verspätete Versorgung mit sich bringt. Zudem können bestimmte Gesundheitsprobleme wie ein Schlaganfall oder ein Herzstillstand am Steuer besonders gefährlich sein, wenn der Fahrer während der Fahrt das Bewusstsein verliert.
Ohne Alarmauslösung oder ohne die Möglichkeit für die Person, ihre Notlage zu melden, kann sich das Eingreifen der Rettungskräfte verzögern. Dabei zählen bei einem Unfall Minuten, insbesondere bei einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder einer Blutung.
Risiken von Verkehrsunfällen
Eine der Hauptgefahren im Transport- und Logistiksektor ist das Risiko von Verkehrsunfällen. In bestimmten Umgebungen oder Regionen wird die Isolation durch die geringe Verkehrsdichte auf einigen Straßen noch verstärkt, was die Versorgung des in Not geratenen Fahrers verzögern kann.
Risiko von Übergriffen
Das Risiko von Übergriffen ist auch für mobile Mitarbeiter erheblich. Dieses Risiko kann je nach Art der transportierten Fracht noch zunehmen. Bestimmte wertvolle Ladungen können das Risiko von Übergriffen oder Diebstählen erhöhen. Dies setzt die Fahrer einer großen Gefahr aus, die erhöhte Wachsamkeit wahren und in der Lage sein müssen, im Falle eines Angriffs Hilfe zu rufen.
Die Möglichkeit, über eine SOS-Taste einen willentlichen Alarm auszulösen, ist in solchen Situationen unerlässlich. Es geht nicht nur darum, die Mitarbeiter im Notfall zu schützen, sondern auch darum, ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen.
Psychische Risiken
Einsamkeit am Arbeitsplatz ist ein Stressfaktor, der die psychische Gesundheit des Arbeitnehmers beeinträchtigen kann. Bei Fahrern und Fahrzeugführern kann diese Gefahr durch das Risiko von Übergriffen, das für diese Arbeitnehmer einen verschärfenden Stressfaktor darstellt, noch verstärkt werden.
Was ist laut deutschem Arbeitsrecht vorgeschrieben?
Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, seine Mitarbeiter zu schützen – sowohl vor körperlichen als auch vor psychischen Gefahren.
Neben der allgemeinen Schutzpflicht konkretisiert das deutsche Arbeitsschutzrecht die Pflichten des Arbeitgebers bei Alleinarbeit. Für diese Tätigkeiten gelten verschiedene gesetzliche und arbeitsschutzrechtliche Vorgaben:
- § 4 ArbSchG – Allgemeine Grundsätze: Der Arbeitgeber muss die Arbeit so gestalten, dass Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit möglichst vermieden und verbleibende Risiken so weit wie möglich reduziert werden.
- § 5 ArbSchG – Gefährdungsbeurteilung: Der Arbeitgeber muss die Gefährdungen am Arbeitsplatz ermitteln und auf dieser Grundlage geeignete Schutzmaßnahmen festlegen. Dabei sind auch die besonderen Risiken von Alleinarbeit zu berücksichtigen.
- § 10 ArbSchG – Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen: Der Arbeitgeber muss abhängig von der Art der Tätigkeit und den bestehenden Gefährdungen geeignete Maßnahmen für Notfälle und die Erste Hilfe organisieren.
- DGUV Regel 112-139 – Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen (PNA): Diese Regel konkretisiert die Anforderungen an den Schutz von Alleinarbeitenden. Sie beschreibt, wie die Gefährdung zu beurteilen ist und unter welchen Voraussetzungen eine PNA als technische Schutzmaßnahme eingesetzt werden kann.
Der Schutz Ihrer Mitarbeiter ist keine Option, sondern gesetzliche Pflicht. Unternehmen müssen für sichere Arbeitsbedingungen sorgen und geeignete Schutzmaßnahmen treffen. Bei gefährlicher Alleinarbeit kann je nach Gefährdungsbeurteilung eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) erforderlich sein.
Zuverlässige Sicherheitslösungen bieten dabei mehr als nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Mit Sysnav schützen Sie Ihre Beschäftigten, schaffen mehr Sicherheit im Arbeitsalltag und sorgen für ein gutes Gefühl bei Ihren Teams.
Der Schutz dieser mobilen Mitarbeiter ist daher eine gesetzliche Verpflichtung für Arbeitgeber und Unternehmen. Die Strafen können übrigens hoch ausfallen, wie die Rechtsprechung im Zusammenhang mit dem Alleinarbeiterschutz zeigt. Über den rechtlichen Aspekt hinaus ist die Gewährleistung der Sicherheit der Mitarbeiter durch zuverlässige Maßnahmen ein strategischer Vorteil. Ein sicheres Arbeitsumfeld führt nämlich zu einer Verbesserung der Betriebsabläufe.
Wie können Sie alleinarbeitende Kraftfahrer schützen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um alleinarbeitende LKW-Fahrer und Zusteller während ihrer Arbeit zu schützen. Dazu gehören spezielle Sicherheitsvorkehrungen und klare Abläufe, die Teil des Präventionskonzepts des Unternehmens sein sollten:
Gefährliche Situationen erkennen: Alle Tätigkeiten, bei denen Alleinarbeit ein besonderes Risiko darstellt, sollten erfasst und bewertet werden.
Regelmäßige Kontrollen: Unternehmen können beispielsweise regelmäßige Anrufe oder Rückmeldungen während des Arbeitstags vorsehen, um sicherzustellen, dass es den Fahrern und Zustellern gut geht.
PNA-Systeme: Technische Lösungen wie Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) können Alleinarbeitende im Notfall automatisch oder manuell alarmieren und so eine schnelle Hilfe ermöglichen.
Schulungen und Sensibilisierung: Regelmäßige Sicherheitsschulungen helfen Beschäftigten, Risiken zu erkennen und sich im Notfall richtig zu verhalten.
Warum das PNA-System von Sysnav für den Einsatz in Transport und Logistik wählen?
Das PNA-Gerät von Sysnav wurde speziell für mobile Arbeitsplätze von Berufskraftfahrern sowie Beschäftigten im Transport- und Logistikbereich entwickelt.
- Bequemer Tragekomfort am Bein: Das Gerät lässt sich komfortabel am Bein tragen und kann auch während der Fahrt zuverlässig einen Notfall erkennen.
- Flexibel und unauffällig: In Situationen mit erhöhtem Risiko kann das PNA-Gerät unauffällig am Knöchel getragen werden, beispielsweise zum Schutz bei einem Übergriff.
- Schnelle Ortung im Notfall: Bei einem Alarm wird die GPS-Ortung aktiviert, sodass der Standort der betroffenen Person schnell ermittelt werden kann.
- Übersichtliche Kontrollfunktion: Die Position der betroffenen Person kann im Notfall auf einer Karte angezeigt werden. Die Ortung erfolgt dabei nur, wenn ein Notfall gemeldet wurde.
- Individuelle Alarmketten: Alarmketten lassen sich je nach Wochentag, Uhrzeit und Mitarbeiter konfigurieren, sodass im Notfall die richtige Person benachrichtigt wird.
- SOS-Taste: Über die Smartphone-Funktion kann bei einem Übergriff oder in einer anderen Notsituation manuell ein SOS-Alarm ausgelöst werden.
- Individuell anpassbare Einstellungen: Die Alarmkriterien können an die jeweiligen Tätigkeiten und Anforderungen der Beschäftigten angepasst werden.
Im Transport- und Logistikbereich arbeiten viele Beschäftigte regelmäßig allein – sowohl unterwegs auf der Straße als auch beim Be- und Entladen von Fahrzeugen im Lager. Diese Situationen erfordern ein durchdachtes Sicherheitskonzept und geeignete Schutzmaßnahmen.
Der Schutz von Alleinarbeitern im Transportwesen ist nicht nur eine große Verantwortung für den Arbeitgeber, sondern kann auch einen Vorteil für das ganze Unternehmen bieten. Denn mit einem zuverlässigen Sicherheitskonzept schaffen Unternehmen ein geschütztes Arbeitsumfeld und sorgen für mehr Sicherheit und Vertrauen bei ihren Mitarbeitern.
Weitere Informationen über die PNA für den Alleinarbeiterschutz:
FAQ - PNA für Transport und Logistik
Warum wird ein Berufskraftfahrer als Alleinarbeiter betrachtet?
Welche besonderen Risiken gibt es im Transport- und Logistikbereich?
Auch ein gesundheitlicher Notfall während der Fahrt stellt eine große Gefahr dar. Verliert ein Fahrer beispielsweise das Bewusstsein, kann dies einen schweren Verkehrsunfall verursachen.
Wie wählt man eine PNA für den Transport- und Logistikbereich aus?
- Passende Alarmfunktionen: Die PNA sollte auf die besonderen Risiken mobiler Kraftwagenfahrer abgestimmt sein und beispielsweise einen SOS-Alarm bei einem Übergriff ermöglichen.
- Ortung im Notfall: Bei einem Notsignal sollte der Standort des betroffenen Fahrers schnell ermittelt werden können.
- Zuverlässige Netzabdeckung: Das PNA-System sollte über ein für die jeweiligen Einsatzbedingungen geeignetes Kommunikationsnetz verfügen, beispielsweise das öffentliche 4G-Netz.
- Komfortable Trageweise: Das PNA-Gerät sollte bequem zu tragen sein und den Fahrer nicht beeinträchtigen.
- Zuverlässige Alarmerkennung: Das PNA-System sollte falschen Alarm möglichst vermeiden und nur bei tatsächlichen Notfällen ein Signal senden.
Sind auch Busfahrer Alleinarbeiter?
Für solche Situationen sollten Unternehmen klare Sicherheitsregeln festlegen und prüfen, ob ein Personen-Notsignal-Gerät sinnvoll ist. So werden Busfahrer auch während dieser Zeiten zuverlässig geschützt.