PNA-Apps für Smartphones

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Zusammenfassung

Schnell eingeführt, ohne zusätzliche Hardware: PNA-Apps haben starke Argumente. Sie haben aber auch tote Winkel, die man kennen sollte, bevor man sich beim Schutz von Beschäftigten in anspruchsvollen Umgebungen auf sie verlässt.

 

Arbeitgeber und Arbeitsschutzverantwortliche haben die Wahl zwischen sehr unterschiedlichen PNA-Lösungen, von PNA-Apps für Smartphones bis zu eigenen PNA-Geräten speziell für Alleinarbeit.

 

Um Alleinarbeiter zu schützen, ist die Wahl einer wirksamen PNA-Lösung, die zu den Sicherheitsanforderungen passt, entscheidend. In diesem Artikel stellen wir PNA-Lösungen für Smartphones und mobile PNA-Apps umfassend vor.

 

Wir erklären, welche Funktionen diese Apps bieten, und stellen anschließend ihre Vor- und Nachteile im Vergleich zu anderen PNA-Modellen vor.

 

 

 

 

Die PNA-App für Smartphones: Was ist das?

 

Eine PNA-App ist eine mobile Anwendung, die auf ein Telefon heruntergeladen wird und als Personen-Notsignal-Anlage dient. Zur Erinnerung: PNA-Lösungen schützen Alleinarbeiter, indem sie Vorfälle erkennen und Rettungsteams benachrichtigen.

 

Mit der PNA-App kann der Beschäftigte willentlich Alarm auslösen, wenn er sich unwohl fühlt oder eine Notlage melden muss. Die App kann Vorfälle auch automatisch über die Sensoren des Telefons erkennen. Sobald ein Alarm automatisch oder manuell ausgelöst wird, sendet sie einen „Mann am Boden“-Alarm an die Vorgesetzten.

 

Die PNA-App darf nicht mit dem PNA-Telefon verwechselt werden. Das PNA-Telefon ist speziell für Alleinarbeit konzipiert, während die App normalerweise auf jedem handelsüblichen Smartphone installiert und genutzt werden kann.

 

 

Die Funktionen mobiler PNA-Apps für Alleinarbeiter

 

Wie gesehen, wird die PNA-App auf einem handelsüblichen Smartphone installiert. Sie bietet daher viele Funktionen, im Rahmen der Möglichkeiten des Mobiltelefons:

  • Erkennung von Vorfällen wie Sturz oder Bewegungslosigkeit
  • GPS-Ortung
  • Bidirektionale Kommunikation
  • SOS-Taste in der App

 

Sehen wir uns diese Funktionen genauer an.

 

 

 

 

Vorfallerkennung mit PNA-Apps

 

Mithilfe der Smartphone-Sensoren analysiert die PNA-App die Bewegungen des Trägers. So kann sie ungewöhnliche Situationen wie Stürze oder längere Bewegungslosigkeit erkennen. Dank dieser Sensoren können mobile PNA-Lösungen „Mann am Boden“-Alarme übermitteln.

 

 

Ortung mit mobilen PNA-Apps

 

Die Ortung des Beschäftigten erfolgt über den GPS-Sensor des Handys (in Gebäuden und manchen Umgebungen jedoch nicht nutzbar). Wird ein Alarm an die Überwachungsteams oder Verantwortlichen gesendet, können die Positionsdaten des Handys mitgeschickt werden.

 

Diese Funktion ist interessant, weil der verletzte Beschäftigte anhand seiner Position so schnell wie möglich versorgt werden kann. GPS-Daten sind jedoch in Innenräumen oder dichten Umgebungen nicht verfügbar oder ungenau. Das kann die Genauigkeit der Positionsdaten und damit die Wirksamkeit der Ortung erheblich einschränken.

 

 

Bidirektionale Kommunikation mit PNA-Apps

 

Die PNA-App kann die Funktionen des Smartphones in die mobile PNA-Lösung einbinden. So kann der Alleinarbeiter im Rahmen des verfügbaren Netzes mit den Rettungsteams kommunizieren.

 

 

Die SOS-Taste in der mobilen PNA-App

 

Mit mobilen PNA-Apps kann man seine Notlage manuell melden, indem man die entsprechende Taste in der App drückt oder eine vom Anbieter vorgesehene Aktion ausführt.

 

Über die automatische Vorfallerkennung hinaus kann ein Bediener seine Notlage also direkt über die App melden.

 

 

 

 

Der Preis mobiler PNA-Apps für Smartphones

 

PNA-Apps für Mobiltelefone werden oft wegen ihrer geringen Kosten geschätzt. In der Regel sind zwischen 5 € und 20 € pro Monat und Nutzer zu veranschlagen.

 

Dieser Preis berücksichtigt jedoch nicht die weiteren Kosten dieser PNA-Apps. Die App braucht zum Beispiel ein Smartphone, was erhebliche Kosten für Wartung oder den Kauf von Telefonen verursachen kann, wenn Ihre Alleinarbeiter noch keine Handys haben. Gibt es am Standort ATEX-Zonen, sind zudem ATEX-konforme Smartphones nötig, die in der Regel teurer sind als normale Mobiltelefone.

 

Auch die Einführungskosten (Projektkosten) sind zu berücksichtigen. Diese Apps können zum Beispiel Schulungen für die Träger erfordern, was weitere Kosten verursacht. Hinzu kommen die monatlichen Kosten für Notrufzentrale oder Überwachungssoftware, falls sie Teil der Lösung sind.

 

Diese Kostenfaktoren sollten daher genau berücksichtigt werden, um den tatsächlichen Wert der PNA-App zu ermitteln.

 

 

Die Vorteile von PNA-Apps für Smartphones

 

Da sie auf einem Smartphone läuft, kann die PNA-App viele Funktionen des Mobiltelefons nutzen.

 

 

Kommunikation mit dem Beschäftigten in Not

 

Mit seinem Smartphone kann ein Beschäftigter in Not mit den Teams kommunizieren, sofern Netz verfügbar ist. So kann er Informationen zu seinem Standort, zur Art des Vorfalls und zu seinem Zustand geben und die Versorgung durch die Rettungskräfte erleichtern.

 

 

Eine weiterentwicklungsfähige PNA-Lösung

 

Anders als manche PNA-Geräte oder -Funkgeräte lässt sich die Smartphone-App über die Internetverbindung des Handys leicht aktualisieren. So profitiert man von einer verbesserten Lösung, ohne viele teure Geräte neu installieren zu müssen.

 

Allerdings können auch PNA-Geräte wie die PNA von SYSNAV automatisch über die spezielle Ladestation (das Rack) aktualisiert werden.

 

 

Die geringen Kosten von PNA-Apps

 

Wie gesehen, sind PNA-Apps kostengünstig, wenn Ihre Beschäftigten bereits Smartphones haben. In der Regel sind 5 € bis 20 € pro Monat und Nutzer nötig (ohne die genannten weiteren Kosten). Die Nebenkosten, insbesondere für Wartung und Einführung, müssen jedoch berücksichtigt werden, um die tatsächlichen Kosten der Lösung zu kennen.

 

 

Eine einfach einzuführende PNA-Lösung

 

Ein weiterer Vorteil: Es ist keine Hardware-Installation nötig, wenn die Alleinarbeiter bereits ein Smartphone haben. Die Beschäftigten müssen nur die PNA-App installieren und regelmäßig aktualisieren.

 

 

 

 

Die Nachteile von PNA-Apps für Smartphones

 

Wie gesehen, bieten mobile PNA-Apps dank der Smartphone-Integration viele Funktionen. Das Smartphone ist aber auch der begrenzende Faktor, denn handelsübliche Smartphones sind nicht speziell für Alleinarbeit konzipiert. Diese Lösungen haben daher gewisse Grenzen.

 

 

Mangelnde Präzision der Alarme

 

PNA-Apps hängen von den Sensoren des Handys ab. Die Vorfallerkennung ist also durch die Leistung des Telefons begrenzt, das kein spezielles Gerät für Alleinarbeit ist.

 

Die PNA-App erkennt daher oft schlechter als spezielle PNA-Geräte für Alleinarbeit. Es besteht das Risiko von Fehlalarmen wegen der geringen Präzision dieser mobilen Lösung.

 

Zudem steckt das Handy meist in der Tasche des Trägers, wodurch Alarme wegen längerer Bewegungslosigkeit drohen. Beim Tragen am Handgelenk oder am Bein treten solche Fehlalarme dank der häufigen Bewegungen der Bediener deutlich seltener auf.

 

 

Die Abhängigkeit vom Smartphone

 

Das Smartphone ist nur sinnvoll, wenn die Alleinarbeiter bereits ein Mobiltelefon haben. Zudem ist ein Handy in bestimmten Umgebungen wie ATEX-Zonen nicht nutzbar, es sei denn, es ist speziell dafür konzipiert. Solche Smartphones sind in der Regel sehr teuer.

 

Auch die geringe Robustheit eines Smartphones kann ein Problem sein. Da handelsübliche Handys nicht für Alleinarbeit ausgelegt sind, kann das Gerät beschädigt werden, besonders wenn die Tätigkeit Spritzer gefährlicher Stoffe oder Stöße mit sich bringt. Für bestimmte Tätigkeiten ist die App daher nicht geeignet.

 

Ist das Smartphone zu alt, sind manche Updates zudem nicht mit der Version oder dem Modell kompatibel. Die Veralterung der PNA-App hängt also ebenfalls vom Smartphone ab, was auf Dauer Kosten verursachen kann.

 

 

Funktionen, die Totmann-Apps nicht bieten

 

Manche Funktionen wie die präzise Ortung in Innenräumen sind mit Smartphone-Apps nicht verfügbar. Das Handy ist für die Ortung des Beschäftigten in Not auf seinen GPS-Empfänger angewiesen, und in Innenräumen oder Umgebungen mit dichter Infrastruktur kommen GPS-Signale nicht durch oder sind ungenau.

 

 

Fazit zu mobilen PNA-Apps

 

PNA-Lösungen per App sind interessant für Unternehmen, deren Alleinarbeiter bereits ein Smartphone haben. Sie sind zudem kostengünstig und einfach einzuführen, wenn die Beschäftigten bereits ausgestattet sind.

 

Birgt die Tätigkeit jedoch erhebliche Risiken (Spritzer, Stöße …), ist ein handelsübliches Smartphone womöglich nicht robust genug. Da Smartphones anders als PNA-Geräte, PNA-Armbänder oder PNA-Telefone nicht speziell für Alleinarbeit konzipiert sind, haben sie zudem Nachteile bei der Präzision der Alarme.

 

 

Die PNA-Lösung von SYSNAV

 

Weitere Informationen zu unserer PNA-Lösung finden Sie auf unserer Seite: die PNA-Lösung von SYSNAV.

 

 

 

 

Weitere Informationen zu Alleinarbeiterschutz und PNA

 

 

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FAQ

Was ist eine PNA (Personen-Notsignal-Anlage)?

Die PNA ist ein System zum Schutz von Alleinarbeitern. Sie ermöglicht die Erkennung eines Vorfalls, entweder willentlich (SOS-Taste) oder unwillentlich (automatische Sturz- oder Bewegungslosigkeitserkennung durch Sensoren).

Alleinarbeiter mit PNA-Systemen auszustatten, ist an sich keine gesetzliche Pflicht. Der Schutz von Alleinarbeitern ist jedoch eine Pflicht des Arbeitgebers. Zudem betont die Rechtsprechung, dass Arbeitgeber die notwendigen Protokolle und Systeme zum Schutz von Alleinarbeitern einführen müssen, um die Vorschriften einzuhalten.

Bei der Wahl eines PNA-Systems gibt es mehrere Kriterien. Sie hängen von der Art der Tätigkeiten der Beschäftigten, der Beschaffenheit des Standorts, an dem sie arbeiten, sowie von der Branche des Unternehmens ab. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören:
  • Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit
  • Verfügbare Kommunikationsnetze, Funklöcher
  • Größe des Standorts
  • Vorhandensein von Untergeschossen oder Innenbereichen
  • Spezifische Normen für die Tätigkeiten am Standort (ATEX, IP usw.)
  • Alarmkriterien
  • Ortungsbedarf bei erkanntem Vorfall
  • usw.

Der Preis einer PNA liegt zwischen 50 € und über 1.200 € pro Jahr. Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab: mobiler Mitarbeiter oder fester Standort, Größe des Standorts, erweiterte Funktionen oder nicht, ATEX-Norm oder nicht, spezifische IP-Normen. Für weitere Informationen oder ein individuelles Angebot füllen Sie bitte das Angebotsformular aus.
Bei Sysnav erstellen wir stets ein individuelles Angebot, um Ihnen eine passende Lösung anzubieten. Denn wir begleiten unsere Kunden und passen die Lösung an ihre Tätigkeit an.