Ein Totmannmelder ist ein System, mit dem ein Beschäftigter bei einem Problem einen Vorgesetzten oder ein Rettungsteam alarmieren kann. Diese auch als PNA (Personen-Notsignal-Anlage) bezeichneten Geräte werden in der Industrie, aber auch im Dienstleistungssektor häufig eingesetzt, um Alleinarbeiter zu schützen.
In diesem Artikel beleuchten wir den Totmannmelder, die Herausforderungen beim Einsatz dieser Sicherheitsgeräte und die Kriterien für die Wahl solcher Alarmsysteme. Der Schutz von Alleinarbeitern ist für Unternehmen eine gesetzlich geregelte Pflicht. Die Wahl eines Totmannmelders muss daher Kriterien erfüllen, die den spezifischen Sicherheitsanforderungen jedes Standorts und jeder Tätigkeit gerecht werden.
Es geht nicht nur darum zu verstehen, welche beruflichen Risiken solche Lösungen erfordern, sondern auch, warum ihr Einsatz für die Standorte notwendig und strategisch ist.
Was ist ein Totmannmelder?
Definition des Totmannmelders
Ein Totmannmelder ist ein System, meist ein Gerät, mit dem Beschäftigte ausgestattet werden, damit sie bei einem Unfall oder Vorfall manuell oder automatisch ihre Notlage melden können. Das System sendet Alarme und benachrichtigt die Rettungskräfte, damit ein Beschäftigter so schnell wie möglich versorgt wird.
Totmannmelder für Alleinarbeit und Alleinarbeiterschutz
In vielen Industrien und Branchen (Chemie, Kernenergie, Energie, Logistik, Dienstleistungen) arbeiten Beschäftigte allein. Alleinarbeit bedeutet, Aufgaben außer Sicht- und Hörweite anderer auszuführen, wie es der französische Kassationsgerichtshof definiert (mehr dazu in unserem Artikel über die Rechtslage bei Alleinarbeit). Diese besondere Arbeitssituation erfordert große Wachsamkeit von Arbeitgebern und spezielle Sicherheitsmaßnahmen.
Ein Totmannmelder ist in diesen Situationen daher unverzichtbar, um die Beschäftigten zu schützen und die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Zahlreiche Rechtstexte auf nationaler und EU-Ebene schützen Alleinarbeiter.
Diese Texte legen auch die Pflichten zu Sicherheitsmaßnahmen und -protokollen gegen die Risiken der Alleinarbeit fest. Die Wahl der Maßnahmen und Totmannmelder an einem Standort ist also gesetzlich geregelt, damit die Risiken der Alleinarbeiter ausreichend abgedeckt sind.
Die Rolle des Totmannmelders
Der Totmannmelder: einen Unfall erkennen oder eine Notlage melden
Die erste Aufgabe des Totmannmelders ist es, einem Beschäftigten zu ermöglichen, bei einem Vorfall oder Unfall seine Notlage mitzuteilen. Das kann ein gesundheitliches Problem sein, etwa ein Schlaganfall oder ein Schwächeanfall, aber auch ein körperlicher Unfall wie ein Sturz oder ein Schnitt durch scharfe Werkzeuge.
Es kann sich auch um einen Unfall durch eine gefährliche Umgebung handeln, etwa ein Leck von Gas oder giftigen Flüssigkeiten in einem Raum, in dem der Beschäftigte arbeitet.
In all diesen Situationen muss der Beschäftigte einen Verantwortlichen alarmieren können. Oft ist er dazu aber selbst nicht in der Lage. Ein Totmannmelder soll daher einen Vorfall automatisch erkennen, um die Rettungskräfte ohne Zutun des Beschäftigten zu alarmieren.
Der Totmannmelder: die Rettungskräfte alarmieren
Nach der Erkennung eines Vorfalls muss der Totmannmelder die Rettungskräfte alarmieren. Dabei wird der Vorgesetzte über eine spezielle Plattform, Anrufe oder Nachrichten benachrichtigt. Das kann ein zentrales Alarm- und Benachrichtigungssystem auf einer internen Oberfläche des Unternehmens sein, eines, das ein Dienstleister aus der Ferne betreibt, oder ein in den Protokollen festgelegtes System aus SMS, Nachrichten und Kaskadenanrufen.
Der Totmannmelder: die schnelle Versorgung des Beschäftigten in Not erleichtern
Die Zeit bis zur Versorgung verschlimmert Arbeitsunfälle häufig. Deshalb soll der Totmannmelder durch Vorfallerkennung und Alarmübermittlung eine möglichst schnelle Versorgung ermöglichen.
Die Ortung des Alleinarbeiters in Not
Die Ortung des Beschäftigten in Not ist entscheidend, um schnelle Hilfe sicherzustellen, wenn ein Vorfall erkannt wird. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal des Totmannmelders von SYSNAV: Er funktioniert dank seiner einzigartigen, mit GPS gekoppelten Ortungstechnologie nicht nur im Freien, sondern auch in Innenräumen.
Anders als Ortungstechnologien mit vielen Baken ortet der Totmannmelder von SYSNAV einen Beschäftigten in Not präzise, ohne aufwendige Infrastruktur.
Der Totmannmelder: berufliche Risiken verhüten
Ein Totmannmelder ist Sicherheitsausrüstung für Beschäftigte. Wie gesehen, ermöglicht er den Standortverantwortlichen ein wirksames Handeln, sobald ein Vorfall erkannt wird.
Er kann aber auch bestimmten häufigen Risiken vorbeugen. So benachrichtigt der Totmannmelder von SYSNAV Verantwortliche und Beschäftigten in bestimmten gefährlichen Situationen, insbesondere dank Geofencing und der Erkennung von Arbeiten in der Höhe.
Warum Alleinarbeiter mit Totmannmeldern ausstatten?
Die Risiken der Alleinarbeit verringern
Alleinarbeit ist selbst ein Risikofaktor und zugleich ein Faktor, der Unfälle verschlimmert. Da kein Vorgesetzter in der Nähe ist, fehlt die Rückmeldung zur Arbeit, und es können sich ungeeignete oder gefährliche Arbeitsmethoden entwickeln.
Zudem kann Alleinarbeit die Schwere eines Unfalls erhöhen, weil ohne Personal in der Nähe die Versorgung länger dauert, obwohl in vielen Situationen jede Minute lebenswichtig ist. (Mehr dazu in unserem Artikel: Risiken und Unfallgeschehen bei Alleinarbeit.)
Totmannmelder und Rechtskonformität
Alleinarbeit ist gesetzlich definiert und geregelt. Für die Tätigkeiten von Alleinarbeitern gelten spezielle Sicherheits- und Schutzmaßnahmen, mit Rechtstexten auf nationaler und EU-Ebene.
So legt das französische Arbeitsgesetzbuch eine allgemeine Sicherheitspflicht des Arbeitgebers fest und verpflichtet ihn zu Maßnahmen für die Sicherheit und den Schutz der körperlichen und geistigen Gesundheit der Beschäftigten.
Einige Texte präzisieren diesen Grundsatz. So fügte das Dekret Nr. 2008-1325 vom 15. Dezember 2008 den Artikel R.4543-19 in das französische Arbeitsgesetzbuch ein: Bei jedem Einsatz an Aufzugsanlagen oder bestimmten fest installierten Einrichtungen (Aufzüge, Lastenaufzüge usw.) muss der Alleinarbeiter jede Notlage melden können und so schnell wie möglich Hilfe erhalten.
Vorfälle vermeiden und den Betrieb sichern
Über die moralische Verantwortung und die Rechtskonformität hinaus ist die Wahl eines geeigneten Totmannmelders für Unternehmen strategisch. Ein Unfall kann an einem Standort viele Probleme verursachen, etwa teure Produktionsstillstände.
Ein geeigneter Totmannmelder begrenzt die Auswirkungen eines Unfalls auf den Betrieb oder verhindert sie sogar und sichert so den dauerhaften Betrieb des Standorts.
Die verschiedenen Modelle von Totmannsystemen
Um sich an den Standort und die Tätigkeiten der auszustattenden Beschäftigten anzupassen, gibt es verschiedene Gerätemodelle auf dem Markt.
Totmannmelder als Uhr oder Armband
Diese Geräte sind leicht und einfach zu tragen. Am Handgelenk ermöglichen sie teils einen manuellen Alarm bei einem Vorfall und können auch automatische Alarme über Sturz- oder Bewegungslosigkeitserkennung bieten.
Bei feinmotorischen Arbeiten oder wenn die Hand ruht, kommt es jedoch oft zu vielen falsch positiven Meldungen. Die Erkennung von Bewegungslosigkeit an der Hand mit dem Armband und die Erkennung von Lageverlust sind komplex und für manche Tätigkeiten oft zu ungenau.
Funkgeräte als Totmannsystem
Funkgeräte können als Totmannalarmsysteme dienen, da sie die Kommunikation zwischen dem Beschäftigten in Not und seinem Verantwortlichen ermöglichen.
Es gibt jedoch zwei Nachteile. Erstens sind diese Funkgeräte schwer und sperrig (oft über 400 Gramm und am Gürtel getragen, was bei der Arbeit stören kann). Das kann Beschäftigte dazu bringen, sie nicht mehr zu nutzen, was sie bei einem Vorfall gefährdet.
Zudem müssen diese Systeme eine Sturz- oder Lageverlusterkennung enthalten, um automatische Alarme auszulösen. Größe und Trageweise verursachen jedoch oft falsch positive Meldungen und Fehlalarme:
– das Gerät liegt während einer Tätigkeit, bei der das Funkgerät stört, auf einem Tisch: Bewegungslosigkeit wird erkannt und automatisch Alarm ausgelöst,
– das Gerät erkennt Lageverlust, wenn es schlecht am Gürtel befestigt ist, hin- und herschwingt und einen Winkel über der Auslöseschwelle misst.
Mobile Apps für Totmannalarme
Es gibt Totmann-Apps für Smartphones. Sie sind praktisch für Personen, die bei der Arbeit ohnehin ein Handy haben, da kein weiteres Gerät getragen werden muss.
Diese Systeme sind jedoch teuer, wenn die Beschäftigten kein Diensthandy haben, da zusätzlich zum App-Abonnement Telefone gekauft oder gemietet werden müssen. Zudem erkennen sie Vorfälle nicht immer sehr genau, da die Sensoren des Smartphones zur Analyse von Sturz oder Bewegungslosigkeit dienen. Auch sie bergen also das Risiko falsch positiver Meldungen und Fehlalarme.
Totmanngeräte für Alleinarbeiter
Diese speziellen Geräte für Alleinarbeit erkennen Vorfälle wie Sturz, Lageverlust oder längere Bewegungslosigkeit. Ihre Genauigkeit hängt von ihren Sensoren, deren Kalibrierung und der Qualität der Software und der internen Algorithmen ab, die die Daten verarbeiten.
Die Trageweise variiert je nach Modell: am Arm, an der Brust, am Bein, am Schuh oder am Gürtel. Sie kann ihre Wirksamkeit beeinflussen, da sie je nach Tragestelle mehr oder weniger stören und je nach Tätigkeit unterschiedlich viele falsch positive Meldungen erzeugen.
Ein Beispiel ist der Totmannmelder von Sysnav: Mit zahlreichen Sensoren und robusten Algorithmen erkennt er Vorfälle zuverlässig und präzise. Zudem wird er am Fuß getragen, damit er die Bediener bei ihrer Arbeit nicht behindert.
Der Totmannmelder von SYSNAV: Vorteile und Leistung
Ein Totmannmelder, der Vorfälle automatisch erkennt
Der Totmannmelder von SYSNAV wurde entwickelt, um Vorfälle automatisch und zuverlässig zu erkennen. Dank unserer Expertise in der Bewegungsmessung bieten wir eine leistungsfähige Lösung, die Ihre spezifischen Sicherheitsanforderungen voll erfüllt.
Unsere Alarmauslösung ist je nach Bedarf konfigurierbar, um sich bestmöglich an Ihre Tätigkeit und Ihren Standort anzupassen. Die Auslösekriterien können von den Standortverantwortlichen vorab festgelegt und im Laufe der Zeit angepasst werden.
Zuverlässige Unfallerkennung ohne Fehlalarme
SYSNAV ist auf Ortungs- und Bewegungsmesssysteme spezialisiert. Unsere Erfahrung mit präziser Bewegungsmessung in der medizinischen Forschung kommt unseren Algorithmen zur Vorfallerkennung zugute, die Fehlalarme vermeiden.
Eine zusätzliche Funktion trägt zur Zuverlässigkeit der Alarme bei: Ein akustischer Voralarm warnt den Beschäftigten, dass gleich ein Alarm gesendet wird. Ist alles in Ordnung, genügt eine deutliche Bewegung des Beins, um den Alarm abzubrechen.
Eine konfigurierbare und individuell anpassbare Lösung
SYSNAV hat einen Totmannmelder entwickelt, der sich genau an die Anforderungen der Standorte und ihrer Tätigkeiten anpasst. Unsere Lösung ist über unsere intuitive Weboberfläche vollständig konfigurierbar. Sie können unter anderem einstellen:
- die Kriterien der Alarmauslösung
- die Benachrichtigungswege (über die Oberfläche, per SMS, per Kaskadenanruf …)
- die Überwachungs- und Verwaltungsrechte
Bequem zu tragen, ohne den Alleinarbeiter zu stören
Wir sind überzeugt, dass die Sicherheit von Alleinarbeitern ein Gerät erfordert, das leistungsfähig ist und den Bediener bei seiner Tätigkeit nicht stört. Deshalb hat SYSNAV einen leichten Totmannmelder (unter 100 Gramm) entwickelt, der am Knöchel oder am Fuß getragen wird und den die Bediener nach wenigen Sekunden vergessen.
Eine Software-Plattform zur Überwachung
Neben den Totmannmeldern bietet die Lösung von SYSNAV eine Weboberfläche zur Überwachung, auf der die Verantwortlichen Alarme und Nutzungsrechte konfigurieren können. Die Pläne des Standorts werden vorab in die Plattform eingespielt, um bei einem Vorfall die genaue Position des Beschäftigten in Not auf dem Plan zu bestimmen.
Die Alarme erscheinen auf dieser Oberfläche zusammen mit Informationen zur Art des Vorfalls, zum Träger des Totmannmelders und zu seiner Position. Die Parameter lassen sich leicht an Ihre Anforderungen anpassen.
Ein Totmannmelder zur Verhütung beruflicher Risiken
Der Totmannmelder von SYSNAV wurde nicht nur zur Erkennung tatsächlicher Vorfälle entwickelt. Wir sind überzeugt, dass diese Geräte auch Unfälle verhindern können.
Ob Sturzgefahr bei Arbeiten in der Höhe oder Vorfälle in schlecht gesicherten Risikobereichen (insbesondere bei Wartung oder Bauarbeiten): Es ist möglich, vor dem Unfall vor der Gefahr zu warnen.
SYSNAV bietet eine Erkennung riskanter Situationen wie Arbeiten in der Höhe (Überschreiten einer festgelegten Höhe) oder das Betreten eines Risikobereichs. Dieser Bereich wird vorab über die Weboberfläche auf dem Plan des Standorts eingezeichnet und als Bereich definiert, der bestimmte PSA oder eine besondere Berechtigung erfordert.
Fazit zum Totmannmelder
Ein Totmannmelder ist notwendig, um die Sicherheit von Beschäftigten in Situationen der Alleinarbeit zu gewährleisten. Die Wahl eines passenden Geräts ist daher entscheidend für seine Wirksamkeit und für die Einhaltung der Vorschriften zur Alleinarbeit.
Mehr über den Totmannmelder von SYSNAV
Besuchen Sie unsere Seite zur Lösung: der Totmannmelder von SYSNAV
Weitere Informationen zu Alleinarbeiterschutz und Totmannmeldern






