Alleinarbeit und Funklöcher: Welche Risiken, welche Lösungen?

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Zusammenfassung

Kein Netz, kein Alarm. Funklöcher schaffen einen toten Winkel im Alleinarbeiterschutz, den viele Unternehmen übersehen, bis sie den Preis dafür zahlen. Lösungen gibt es, sie sind nur wenig bekannt.

 

Alleinarbeit setzt die betroffenen Beschäftigten erheblichen Risiken aus. Bei einem Unfall oder Vorfall können sie ihre Notlage keinem Kollegen in der Nähe melden. Verstärkt wird das durch bestimmte Arbeitsumgebungen wie Funklöcher, also Bereiche ohne Kommunikationsnetz.

 

In diesem Artikel erklären wir, was ein Funkloch im beruflichen Kontext ist und welche Risiken es für Alleinarbeiter birgt. Anschließend zeigen wir, wie sich mit geeigneten Protokollen und Sicherheitsgeräten Alleinarbeiter dort schützen lassen.

 

 

Was ist ein Funkloch?

 

Definition des Funklochs

 

In der Telekommunikation bezeichnet ein Funkloch ein geografisches Gebiet ohne Abdeckung durch Kommunikationsnetze (Mobilfunk und Internetzugang).

Eine Person in diesem Bereich kann also weder telefonieren noch SMS senden noch auf das Internet zugreifen.

 

 

Beispiele für Situationen mit Funklöchern

 

In der Arbeitswelt gibt es mehrere typische Situationen mit Funklöchern:

  • Auf manchen Landstraßen bei mobiler Arbeit (Zusteller, Wartungsverantwortliche, Logistik, Transport usw.)
  • Umgebungen mit Metallstrukturen (Blockierung von Funkwellen)
  • Sensible Standorte (Chemie usw.): Bereiche ohne Netz, weil drahtlose Kommunikation dort verboten ist
  • Bergwerke und Steinbrüche

 

 

Warum sind Kommunikationsnetze in Funklöchern nicht verfügbar?

 

Mehrere Faktoren können erklären, warum das Kommunikationsnetz in Funklöchern fehlt:

  • Topografie und Umgebung
  • Bestimmte Metallstrukturen (Industrieumgebungen usw.)
  • Regulatorische und sicherheitsbedingte Einschränkungen (drahtlose Telefonie ist etwa an manchen Chemie- oder Petrochemiestandorten verboten)
  • Fehlende Infrastruktur: Manche Bereiche sind nicht mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet, sodass dort keine Netzabdeckung besteht.

 

 

Warum sind Funklöcher für Alleinarbeiter gefährlich?

 

Funklöcher sind für Alleinarbeiter gefährlich, weil sie bei einem Unfall oder Notfall ihre Notlage keinem Verantwortlichen mitteilen können. Ohne Mobilfunk oder Funkverbindung ist es unmöglich, die Rettungskräfte zu alarmieren, einen Vorgesetzten zu kontaktieren oder eine „Mann am Boden“-Meldung zu senden.

 

In Industrieumgebungen kann dieses Fehlen von Kommunikationsmitteln das Eingreifen der Rettungskräfte verzögern und die Folgen eines Vorfalls verschlimmern. Zudem funktionieren PNA, die Alarme über das Netz übertragen, in einem Funkloch nicht, es sei denn, man wählt bestimmte spezielle Systeme.

 

Ohne Möglichkeit, Alarmdaten zu übermitteln, ist der Alleinarbeiter verwundbar und nicht zu orten, was das Eingreifen der Rettungskräfte verzögert. Funklöcher sind daher ein großes Risiko für die Sicherheit und den Schutz von Alleinarbeitern.

 

 

 

 

Wie schützt man Alleinarbeiter in einem Funkloch?

 

Für das Problem der Funklöcher gibt es zwei Ansätze:

  • ein eigenes Protokoll einführen
  • ein Kommunikationsnetz installieren, das diese Bereiche durchdringt, um den Schutz der Alleinarbeiter zu gewährleisten

 

 

Protokolle für Funklöcher und Alleinarbeiterschutz

 

Ist das Risiko von Funklöchern an einem Standort ermittelt und sind diese Bereiche bekannt, kann ein spezielles Sicherheitsprotokoll für das Betreten dieser Bereiche eingeführt werden.

 

Zum Beispiel kann man eine maximale Aufenthaltsdauer im Funkloch festlegen und verlangen, regelmäßig in einen abgedeckten Bereich zurückzukehren. PNA wie die von Sysnav können zudem das Betreten eines Funklochs erkennen und automatisch einen Alarm senden: „offline“ oder „Betreten eines Funklochs erkannt“.

 

Können mobile Beschäftigte auf Funklöcher treffen, lässt sich ein Protokoll regelmäßiger Kontaktaufnahme einführen: periodische Anrufe oder Nachrichten (zum Beispiel stündlich) zwischen Beschäftigtem und Vorgesetztem, um Zustand und Sicherheit im Tagesverlauf zu prüfen.

 

 

Ein eigenes Kommunikationsprotokoll für PNA installieren

 

Mehrere PNA-Systeme können über ein eigenes Kommunikationsnetz funktionieren (unabhängig von WLAN, LTE/4G usw.). Diese Netze lassen sich in Funklöchern installieren, damit Alarme auch aus normalerweise nicht abgedeckten Bereichen übermittelt werden. Dabei kann es sich um Funktechnologien oder Protokolle wie LoRa (Long Range) handeln.

 

Diese Technologien sichern die Kontinuität der Alarme auch in normalerweise nicht abgedeckten Bereichen. Einige Unternehmen und PNA-Hersteller bieten diese Funktion an. So lassen sich aufwendige Sicherheitsprotokolle vermeiden, die für Bediener und Sicherheitsteams oft lästig sind.

 

 

Die PNA-Lösung von Sysnav und der Umgang mit Funklöchern

 

Die PNA von Sysnav wurde für die kritischsten Arbeitsumgebungen wie Funklöcher entwickelt. Sie kann die Alarmdaten eines Beschäftigten in Not über die LoRaWAN-Technologie übermitteln. Dieses durchdringende Kommunikationsprotokoll wird von den Teams von Sysnav an Ihrem Standort installiert und deckt Bereiche ab, in denen 4G und WLAN nicht verfügbar sind.

 

Dieses zuverlässige, ausschließlich der PNA vorbehaltene Netz gewährleistet einen durchgängigen Schutz in allen Bereichen des Standorts. So sind Alleinarbeiter jederzeit und überall am Standort geschützt.

 

 

 

 

FAQ Alleinarbeit und Funklöcher

 

Gibt es PNA-Systeme, die in Funklöchern funktionieren?

 

Ja, mehrere PNA-Lösungen wurden entwickelt, um das Problem der Funklöcher abzudecken. Die PNA von Sysnav zum Beispiel übermittelt „Mann am Boden“-Alarme über das LoRaWAN-Netz.

 

 

Darf man in einem Funkloch arbeiten?

 

Die Vorschriften verbieten die Arbeit in einem Funkloch nicht direkt. Sie betonen jedoch die allgemeine Sicherheitspflicht des Arbeitgebers gegenüber seinen Beschäftigten, in Frankreich nach Artikel L4121-1 des Arbeitsgesetzbuchs.

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FAQ

Was ist eine PNA (Personen-Notsignal-Anlage)?

Die PNA ist ein System zum Schutz von Alleinarbeitern. Sie ermöglicht die Erkennung eines Vorfalls, entweder willentlich (SOS-Taste) oder unwillentlich (automatische Sturz- oder Bewegungslosigkeitserkennung durch Sensoren).

Alleinarbeiter mit PNA-Systemen auszustatten, ist an sich keine gesetzliche Pflicht. Der Schutz von Alleinarbeitern ist jedoch eine Pflicht des Arbeitgebers. Zudem betont die Rechtsprechung, dass Arbeitgeber die notwendigen Protokolle und Systeme zum Schutz von Alleinarbeitern einführen müssen, um die Vorschriften einzuhalten.

Bei der Wahl eines PNA-Systems gibt es mehrere Kriterien. Sie hängen von der Art der Tätigkeiten der Beschäftigten, der Beschaffenheit des Standorts, an dem sie arbeiten, sowie von der Branche des Unternehmens ab. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören:
  • Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit
  • Verfügbare Kommunikationsnetze, Funklöcher
  • Größe des Standorts
  • Vorhandensein von Untergeschossen oder Innenbereichen
  • Spezifische Normen für die Tätigkeiten am Standort (ATEX, IP usw.)
  • Alarmkriterien
  • Ortungsbedarf bei erkanntem Vorfall
  • usw.

Der Preis einer PNA liegt zwischen 50 € und über 1.200 € pro Jahr. Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab: mobiler Mitarbeiter oder fester Standort, Größe des Standorts, erweiterte Funktionen oder nicht, ATEX-Norm oder nicht, spezifische IP-Normen. Für weitere Informationen oder ein individuelles Angebot füllen Sie bitte das Angebotsformular aus.
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