PNA: die 9 Funktionen, die Sie kennen sollten

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Zusammenfassung

Nicht alle Produktblätter sprechen mit denselben Worten über dieselben Dinge. Diese 9 Funktionen machen den echten Unterschied zwischen einer wirksamen PNA und einem Gerät, das das Gewissen beruhigt, ohne wirklich zu schützen.

 

Einführung: die Funktionen von PNA

 

Beim Schutz von Alleinarbeitern ist die Wahl der Funktionen einer PNA entscheidend, um ein System einzuführen, das den Sicherheitsanforderungen wirksam gerecht wird.

 

Die Vielzahl der PNA auf dem Markt macht die Wahl komplex. Je nach Arbeitsorganisation eines Unternehmens, Größe des Standorts oder der Standorte und den spezifischen Risiken seiner Tätigkeiten können die Auswahlkriterien stark variieren.

 

Zudem sind Arbeitgeber verpflichtet, ein System einzuführen, das den Schutz der Alleinarbeiter und ihre möglichst schnelle Versorgung gewährleistet. Das verlangt große Sorgfalt bei der Wahl der PNA: Ihre Funktionen müssen es dem Arbeitgeber ermöglichen nachzuweisen, dass er die Vorschriften einhält.

 

In diesem Artikel gehen wir die verschiedenen Kriterien durch, die Ihnen bei der Wahl einer passenden PNA helfen können. Zunächst stellen wir die großen Kategorien von Auswahlkriterien vor und vertiefen dann jede davon.

 

 

 

 

Die Auswahlkriterien für eine PNA

 

Eine PNA muss es einem Beschäftigten, der ohne Kollegen in unmittelbarer Nähe arbeitet, ermöglichen, im Bedarfsfall seine Notlage zu melden.

 

PNA bieten daher mehrere Funktionen, um sich an die Standorte und Tätigkeiten jedes Unternehmens anzupassen. Sie decken folgende Anforderungen des Alleinarbeiterschutzes ab:

 

 

Vorfallerkennung mit PNA

 

Das kann eine automatische Erkennung oder ein manueller Alarm per SOS-Taste sein. Bei automatischer Erkennung muss das System verschiedene Unfallarten erkennen, damit bei einem Problem sicher ein Alarm gesendet wird.

Ein bidirektionales Kommunikationsmodul kann ergänzend ermöglichen, dass der Alleinarbeiter direkt mit einem Vorgesetzten spricht.

 

 

Die Übermittlung der Alarme

 

Die Übermittlung muss über eine definierte Alarmkette konfiguriert werden, damit die Verantwortlichen je nach Verfügbarkeit oder Einsatzfähigkeit in der richtigen Reihenfolge benachrichtigt werden. Das Alarmmanagement kann an einen Dienstleister ausgelagert oder intern mit einer Überwachungssoftware wie SYSNAV Studio erfolgen.

 

 

Die schnellstmögliche Versorgung des Beschäftigten in Not (gemäß den Vorschriften)

 

Für eine möglichst schnelle Versorgung des Beschäftigten in Not sind Funktionen zur präzisen Ortung in Innenräumen und im Freien sinnvoll, insbesondere an großen Standorten.

 

Weitere Funktionen können die Hilfe beschleunigen, etwa optische oder akustische Alarme, die Kollegen in der Nähe des Beschäftigten in Not aufmerksam machen.

 

 

Die Robustheit der PNA

 

Eine PNA muss sich an die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten anpassen. Diese sind manchmal anspruchsvoll und erfordern widerstandsfähige Systeme:

 

 

Die PNA muss daher zu dieser Umgebung und zur Tätigkeit des Beschäftigten passen, um im Ernstfall einsatzbereit zu sein.

 

 

Der Tragekomfort der PNA

 

Damit das System richtig genutzt wird, ist Tragekomfort entscheidend, damit sich die Beschäftigten bei der Arbeit nicht gestört fühlen (etwa wenn das Gerät zu groß oder zu schwer ist).

 

Sehen wir uns nun die Funktionen der PNA genauer an.

 

 

 

 

Automatische Vorfallerkennung mit PNA

 

Bei einem Vorfall kann ein Beschäftigter nicht immer selbst Alarm auslösen. Deshalb ist die automatische Vorfallerkennung unerlässlich, um einen Alleinarbeiter zu schützen und sicherzustellen, dass seine Notlage unter allen Umständen gemeldet wird.

 

Die PNA kann daher mehrere Vorfallsituationen erkennen, zum Beispiel:

 

  • Sturzerkennung: Erkennung eines Sturzes über Bewegungssensoren.
  • Bewegungslosigkeitserkennung: Alarm, wenn der Nutzer eine festgelegte Zeit lang bewegungslos bleibt.
  • Lageverlusterkennung: Erkennung einer ungewöhnlichen Position (zum Beispiel am Boden liegend).
  • Erkennung ungewöhnlicher Situationen: Analyse der Umgebung auf Anomalien (etwa ungewöhnliche Vibrationen, hohe Lautstärke oder giftige Gase in der Luft).
  • Erkennung kritischer biometrischer Daten: zum Beispiel Analyse der Herzfrequenz über integrierte Sensoren.

 

 

Manueller Alarm und SOS-Taste

 

Mit dem manuellen Alarm kann der Beschäftigte seine Notlage bei einem Problem willentlich melden. Das ist besonders wichtig, wenn Beschäftigte Übergriffen ausgesetzt sein können.

 

Dieser willentliche Alarm wird über Funktionen wie diese ermöglicht:

 

  • Die Not- oder Paniktaste (SOS-Taste): Der Nutzer sendet bei unmittelbarer Gefahr bewusst einen Alarm.
  • Die Sprachsteuerung: Auslösen eines Alarms über Schlüsselwörter.
  • Auslösung über einen externen Sensor: Anschluss von Zubehör wie einem Fußschalter, um einen Alarm auszulösen (insbesondere für Beschäftigte, die Übergriffen ausgesetzt sein können).

 

 

Bidirektionale Kommunikation und Alarmmanagement

 

Nach der Erkennung muss die PNA den Vorfall melden und die Verantwortlichen alarmieren. Dafür gibt es mehrere Funktionen:

 

  • Bidirektionale Übertragung: direkte Kommunikation zwischen dem Beschäftigten und einem Vorgesetzten oder einer Notrufzentrale.
  • Automatische Alarme an eine Leitstelle: Alarme an ein spezialisiertes Team oder einen externen Sicherheitsdienst.

 

Diese Alarmketten lassen sich individuell konfigurieren, um die im Ernstfall zu benachrichtigenden Kontakte festzulegen. Zudem sind mehrere Benachrichtigungswege zu empfehlen: Alarme per SMS, E-Mail oder mobiler App …

 

 

 

 

Die Ortung des Beschäftigten in Not mit PNA

 

Bei vielen Vorfällen ist jede Minute bis zur Versorgung des Opfers lebenswichtig! Ein spätes Eingreifen der Rettungskräfte kann die Folgen eines Unfalls verschlimmern. Deshalb ist die Schnelligkeit des Eingreifens entscheidend für den Schutz von Alleinarbeitern.

 

Zudem verpflichtet das Gesetz den Arbeitgeber, eine möglichst schnelle Versorgung des Alleinarbeiters in Not zu ermöglichen. Deshalb bieten manche PNA Funktionen zur Ortung des Beschäftigten in Not. Das ist besonders an komplexen und großen Standorten wichtig, wo lange Suchzeiten die Versorgung verzögern können.

 

Eine präzise Ortung ist daher notwendig, damit das System wirksam ist. Viele GPS-basierte PNA sind jedoch in Umgebungen mit dichter Infrastruktur oder in Innenräumen ungenau, weil die Signale nicht durchkommen oder falsche Positionen liefern.

 

Es gibt Lösungen etwa mit Bluetooth-Baken, die jedoch in Infrastruktur und Wartung teuer sind.

 

Die einzigartige Technologie von SYSNAV liefert die präzise Position des Beschäftigten in Not, in Innenräumen und im Freien, und das ohne aufwendige Infrastruktur!

 

Weitere Informationen zur Lösung von Sysnav finden Sie auf der Lösungsseite.

 

 

Robustheit und Widerstandsfähigkeit der PNA

 

Um der Umgebung und den Arbeitsbedingungen des Beschäftigten standzuhalten, müssen die Geräte bestimmte Anforderungen an Robustheit und Widerstandsfähigkeit erfüllen. Manchmal sind zudem Normen oder Zertifizierungen nötig, um sicherzustellen, dass die Geräte den Anforderungen der Arbeitsumgebung entsprechen.

 

Es geht um die Wirksamkeit des Systems im Ernstfall, aber auch um die Konformität der eingesetzten Geräte.

 

Dazu gehören insbesondere:

 

  • Widerstandsfähigkeit in schwierigen Umgebungen: Staub- und Wasserdichtigkeit (Spritzwasser oder sogar Eintauchen), Stoßfestigkeit …
  • ATEX-Zertifizierung: Konformität für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (etwa an vielen Chemiestandorten)
  • Extreme Temperaturen: garantierter Betrieb bei großer Hitze oder Kälte, etwa in Kühlräumen
  • IP-Schutzarten

 

 

Integration und Kompatibilität der PNA

 

Bei der Einführung einer PNA ist wesentlich zu verstehen, wie sie sich auf die bestehenden Systeme des Unternehmens auswirkt. Auch die Kompatibilität der PNA und ihrer Software ist dabei zu berücksichtigen.

 

Je nach den Geräten und der Software an Ihrem Standort sind bei der Einführung einer PNA folgende Punkte zu beachten:

 

  • Kompatibilität mit vorhandener Software: Integration in Sicherheitsmanagement- oder Überwachungswerkzeuge (falls Sie bereits eine Leitstelle an Ihrem Standort haben)
  • Updates aus der Ferne: Je nach gewählter PNA-Lösung und Hosting der Software (vor Ort oder beim Anbieter) erfolgen Updates und Softwarewartung aus der Ferne oder erfordern einen Einsatz des Anbieters. Es geht um Updates zur Leistungsverbesserung oder für neue Funktionen.
  • Anbindung weiterer Sensoren: Integration von Gasdetektoren, Temperatursensoren usw. Das ist wichtig, wenn Sie solche Geräte bereits am Standort haben, damit Ihre verschiedenen Sicherheitssysteme miteinander kommunizieren und einen optimalen Schutz bieten.

 

 

Ergonomie und Nutzung der PNA

 

Die Wirksamkeit Ihres Systems hängt stark von der Nutzererfahrung der Träger ab. Die Wahl einer PNA, die zu den Tätigkeiten der Beschäftigten passt und von ihnen akzeptiert wird, ist daher entscheidend.

 

Wir haben festgestellt, wie wichtig eine Lösung ohne Einschränkungen für Alleinarbeiter ist, denn viele Nutzer waren mit folgenden Punkten unzufrieden:

 

  • eine Trageweise, die bei der Arbeit stört,
  • Fehlalarme, die den Beschäftigten stören und dazu führen, dass er die PNA abschaltet oder nicht mehr trägt.

 

Auf folgende Funktionen sollten Verantwortliche besonders achten:

 

  • Mehrere Trageweisen: Armband, Gürtel, Clip, Uhr oder Integration in PSA (Schuhe, Westen).
  • Intuitive Bedienoberfläche: einfache Bedienung, um menschliche Fehler zu verringern.
  • Licht- oder Tonsignal: optische oder akustische Anzeigen, die den Gerätestatus bestätigen oder einen Vorfall melden.
  • Ein System ohne Fehlalarme: Der Träger darf bei seiner täglichen Arbeit nicht durch ein System gestört werden, das viele falsch positive Meldungen erzeugt. Ein System mit zuverlässigen Alarmen und zuverlässiger Vorfallerkennung ist daher unerlässlich.

 

 

Akkulaufzeit und Energiemanagement der PNA

 

Um wirksam zu sein, muss eine PNA während der gesamten Arbeitszeit funktionieren. Die Akkulaufzeit ist daher ein Auswahlkriterium, damit die Lösung den ganzen Arbeitstag über einsatzbereit ist.

 

Zu berücksichtigen sind hier:

 

  • Eine lange Akkulaufzeit
  • Schnelles Laden: ein Schnellladesystem, um Ausfallzeiten zu minimieren.
  • Warnungen bei niedrigem Akkustand: automatische Benachrichtigung, um Unterbrechungen zu vermeiden und zu verhindern, dass ein Alleinarbeiter mit einer nicht funktionsfähigen PNA arbeitet.

 

 

 

 

Die erweiterten Funktionen von PNA

 

Manche Totmannmelder bieten zusätzliche, sogenannte erweiterte Funktionen für die Sicherheit von Alleinarbeitern.

 

So ermöglichen manche PNA nicht nur Totmannalarme, sondern auch die Prävention beruflicher Risiken durch die Erkennung von Risikosituationen wie:

 

  • Arbeiten in der Höhe
  • Austritt giftiger Gase
  • Betreten eines gesperrten oder gefährlichen Bereichs

 

Es gibt auch PNA mit verbesserter Erkennungs- oder Alarmleistung durch:

 

  • Biometrische Sensoren: Messung von Daten wie Puls oder Körpertemperatur zur besseren Vorfallerkennung.
  • Einen stillen Modus: stille Auslösung, um in heiklen Situationen keine Dritten aufmerksam zu machen (etwa bei Übergriffen).

 

 

Fazit zu den Funktionen von PNA

 

PNA bieten also zahlreiche Funktionen. Das erklärt die großen Preisunterschiede zwischen den Systemen (mehr dazu in unserem Artikel über den Preis von PNA).

 

Über die Auswahl der Funktionen hinaus ist die Akzeptanz der Lösung durch die Nutzer ein wesentlicher Punkt. Die gewählte PNA muss also zu den Aufgaben und zur Arbeit der ausgestatteten Beschäftigten passen.

 

 

Weitere Informationen zur PNA von SYSNAV

 

Besuchen Sie unsere Seite: die PNA von SYSNAV

 

 

 

 

Weitere Informationen zu Alleinarbeit und PNA

 

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FAQ

Was ist eine PNA (Personen-Notsignal-Anlage)?

Die PNA ist ein System zum Schutz von Alleinarbeitern. Sie ermöglicht die Erkennung eines Vorfalls, entweder willentlich (SOS-Taste) oder unwillentlich (automatische Sturz- oder Bewegungslosigkeitserkennung durch Sensoren).

Alleinarbeiter mit PNA-Systemen auszustatten, ist an sich keine gesetzliche Pflicht. Der Schutz von Alleinarbeitern ist jedoch eine Pflicht des Arbeitgebers. Zudem betont die Rechtsprechung, dass Arbeitgeber die notwendigen Protokolle und Systeme zum Schutz von Alleinarbeitern einführen müssen, um die Vorschriften einzuhalten.

Bei der Wahl eines PNA-Systems gibt es mehrere Kriterien. Sie hängen von der Art der Tätigkeiten der Beschäftigten, der Beschaffenheit des Standorts, an dem sie arbeiten, sowie von der Branche des Unternehmens ab. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören:
  • Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit
  • Verfügbare Kommunikationsnetze, Funklöcher
  • Größe des Standorts
  • Vorhandensein von Untergeschossen oder Innenbereichen
  • Spezifische Normen für die Tätigkeiten am Standort (ATEX, IP usw.)
  • Alarmkriterien
  • Ortungsbedarf bei erkanntem Vorfall
  • usw.

Der Preis einer PNA liegt zwischen 50 € und über 1.200 € pro Jahr. Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab: mobiler Mitarbeiter oder fester Standort, Größe des Standorts, erweiterte Funktionen oder nicht, ATEX-Norm oder nicht, spezifische IP-Normen. Für weitere Informationen oder ein individuelles Angebot füllen Sie bitte das Angebotsformular aus.
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